IKEA

Umfangreiche Informationen und Presseartikel bis 2010 findet ihr auf der Website der Initiative kein-ikea-in-altona

BAUSTOPP auf der IKEA Baustelle nach Eilverfahren?

Die Wohnbau GmbH hat ein Eilverfahren gegen den Möbelkonzern beantragt. Die Wohnbau GmbH besitzt einen große Häuserkomplex am Lawaetzweg. Die Nachbarn und Nachbarinnen haben seit Monaten unter Abriss- und immensen Baulärm, Abgasen und Dreck von der Baustelle zu leiden. Ein Aufenthalt in den Wohnungen, während der Bauzeiten von 6 Uhr bis teilweise nach 21 Uhr, ist nur mit gesundheitlicher starker Beeinträchtigung  vorstellbar.

Nach Vorstellungen des Konzerns soll sich dies, ist der Bau erst einmal in Betrieb, noch weiter verschlechtern. Tausende von PKW sollen sich konzentriert zu den Hauptverkehrszeiten, jeden Tag durch die enge, einspurige Wohnstraße quälen. Der Tag beginnt mit dem Lieferverkehr ab 6 Uhr. Stundenlang liefern bis zu 30 Vierzigtonner Waren an. Erst weit nach 22 Uhr kehrt langsam, wenn die letzten Kunden und Kundinnen das Möbelhochhaus verlassen, Ruhe, die noch bis in den Morgen vom durchgängigen Rauschen der Klimaanlage begleitet wird, ein.

Die Wohnbau GmbH strebt an, dass die Zuleitung des Verkehrs über die Altonaer Poststraße, ebenso eine Wohnstraße, geändert werden soll. An der Situation, dass dennoch der Verkehr über die selben Strecken durch die Wohnhäuser, hin oder zurück laufen muss, ändert das nichts. Daran, dass die Straßen für AnwohnerInnen nicht mehr nutzbar sein werden, ändert das ebenso wenig.

Die Wohnbau GmbH übernimmt in ihrer Pressemitteilung viele der Argumente, die von sehr vielen NachbarInnen (weit über 8.000) existentiell besorgt vorgebracht wurden.
Sie setzt sich, als nach dem Hamburger Baurecht einige der wenigen klageberechtigten juristischen Personen, als Spitze vor die besorgten Nachbarn und Nachbarinnen.
Solange die Wohnbau GmbH ihre soziale Verantwortung im Sinn und Anliegen der AnwohnerInnen wahrnimmt ist dies außerordentlich zu begrüßen.
Presseerklärung der Wohnbau GmbH

IKEA gefällt das so nicht:
Umbau des Fußgängertunnels Max-Brauer-Allee

Die Unterführung unter der Max-Brauer-Allee soll nach den Wünschen IKEAs umgestaltet werden. Die kleinen Händler, die vor ca. 5 Jahren dort günstig Gewerbeflächen nutzen, passen nicht zu dem Image dass sich der internationale Möbelkonzern vorstellt. Einst dort auf Drängen der Bezirksverwaltung angesiedelt, um Obdachlose, die den Tunnel nachts als Wetterschutz genutzt haben, zu verdrängen, sollen jetzt auch sie ausgeschlossen werden. Die Händler verkaufen 2. und 3. Wahl Waren und Kosmetik. Ihr Umsatz reicht nicht aus um die hohen Mieten der teuren Gewerberäume in der Nähe zu bezahlen.
Ikea hat sich den, eigentlich undenkbaren, Einfluss auf den öffentlichen Raum mit 300.000 Euro erkauft. Das Geld soll in den Umbau des Goetheplatzes und des Tunnels fließen, stellt aber insgesamt nur einen kleine Teil der tatsächlichen Kosten dar und steht in keinem Verhältnis zu den Vergünstigungen die Ikea erhalten hat (dazu: taz v. 19.8.12). Die Mitteilungsdrucksachen des Bezirks: hier und hier mit der Planung (natürlich ohne jede öffentliche Beteiligung, die hält die SPD immer noch für eine unartigen Witz) und einer Kostenauflistung.

Dokumentation der Grundsteinlegung IKEA in Altona

Nachbarinnen und Nachbarn, also jene, die es am meisten angeht und betrifft, waren zu der Veranstaltung nicht eingeladen. Kritik, vor allem wenn sie substantiell richtig ist, sieht die PR-Abteilung des Konzerns IKEA nicht gern.
Eine Stimme gaben sich Nachbarinnen und Nachbarn aber dennoch. Utopie TV hat die Grundsteinlegung dokumentiert und wir die verteilten Flugblätter.

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